Achtung: Wir werden gerade rechts überholt!

Kein Bereich hat sich in den letzten Jahren so intensiv mit Menschen beschäftigt wie das Marketing. Was beschäftigt meine Kunden? Wie hole ich sie ab? Wie kann ich sie begeistern? Wie werden sie zu meinen Botschaftern? Wie kann ich Kunden besser an mein Unternehmen binden? Marketing sammelt Daten, testet Kommunikationskampagnen, führt Fokusgruppen-Gespräche und macht sich Social Media zum Zauberstab. Klar, auch Marketing leidet unter Budgetschwund.

Die Arbeitnehmenden haben das Sagen

Ist das HR im Wandel? Vermutlich. Ganz bestimmt im Wandel ist der Arbeitsmarkt. Die Stimmen mehren sich seit geraumer Zeit, die eine Verschiebung der Angebots-Nachfrage-Balance am Arbeitsmarkt feststellen – hin zu einem Arbeitnehmermarkt. Am Arbeitsmarkt sind die Unternehmen die Nachfrager und die Arbeitnehmenden die Anbieter ihrer Arbeitsleistung. Schon heute – und am Arbeitsmarkt der Zukunft umso mehr – haben die Arbeitnehmenden das Sagen!

HR-Jobs? – Aufregender denn je!

Vor einem halben Jahr stellte Klaus Werle in seinem aufrüttelnden Artikel «Die Bonsai-Manager» konsterniert fest, dass Personalthemen zwar so wichtig wie noch nie zuvor sind, die HR-Disziplin aber trotzdem eine rasante Entwertung erlebt. Beim ersten Teil der Aussage – dass Personalthemen die Arbeitswelt von heute bewegen – gebe ich ihm Recht und zwar vierfach:

HR im Rollenwandel

Seit vielen Jahren verfolge ich Studien über die Jugend und ihr Verhalten. Die Anzahl der Studien ist enorm (Shell-Jugendstudie, Jim- oder James-Studie etc.), denn alle versuchen zu ergründen, wie die Jugend tickt. Es gilt: Wer sie versteht, kann die Produktentwicklung, das Marketing aber auch die (Schul- und Berufs-)Bildung besser an ihr ausrichten und davon profitieren.

BGM ist weit mehr als Grippeschutzimpfung und Früchtekorb

In vielen Unternehmen gehören heute Reorganisationen, Restrukturierungen oder Change Management-Prozesse zum Alltag. Das fördert psychosoziale Gefährdungsfaktoren wie die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust, permanenter Leistungsdruck, unzureichende Entscheidungsspielräume, geringe Wertschätzung und einen fehlenden Teamzusammenhalt. Daraus resultierende «Burnouts» schaden nicht nur den betroffenen Individuen, sondern auch den betroffenen Unternehmen – und damit der gesamten Gesellschaft.

Von der Kunst, Menschen anzusprechen

Tja, fast hätte uns die Nationalbank die Lösung für den Fachkräftemangel, der uns droht und in gewissen Branchen längst Alltag ist, pfannenfertig ins Osternest gelegt. Fast. Doch die Eurokrise wird die Schlagzeilen nur kurzzeitig dominieren und unsere mittelfristigen Herausforderungen in der Ansprache neuer Mitarbeitenden nicht lösen. Wäre ja auch zu schön gewesen. Doch alternde Belegschaften, Pillenknick, Kontingente für Ausländer oder die Akademisierung in den klassischen Berufswelten sind harte Fakten, die sich nicht einfach durch den schwachen Euro in die Ausverkaufsregale des Personalmarketings legen lassen.

Print 2.0

Der Medienmix bei Stelleninseraten hat sich massiv verändert. Bis vor wenigen Jahren gehörte zum Beispiel das Printinserat als gesetztes Medium mit dazu. Dafür war ein Mobileinserat noch in weiter ferne. Aber die Zeiten ändern sich.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich am Samstag aus reiner Neugierde jeweils das ALPHA durch geblättert habe. Nicht, weil ich auf Stellensuche war, sondern einfach, weil ich wissen wollte, welche Firma nach neuen Mitarbeitern sucht oder was meine Mitbewerber machen, die im gleichen Marktumfeld tätig sind. Heute ist dies leider nicht mehr möglich.