Etienne Besson

Etienne Besson ist seit 1998 als Personaler tätig. In seiner Freizeit ist er oft im Internet anzutreffen, wo er interessante Tweets mit anderen teilt, seine Freunde auf Facebook nervt und möglichst viele Artikel zum Thema Online Rekrutierung liest. Wie es zum HR Today Minutes Podcast kam, erklärt er hier.


Altes Arbeitsgesetz für moderne Wissensarbeiter?

Ist im Zeitalter der Digitalisierung das Arbeitsgesetz noch angepasst an die Bedürfnisse von Wissensarbeitern? Ich finde nicht.

Ein Beispiel: Molly ist Webdesignerin, 22-jährig, eine Nachteule, kann ihre Arbeitszeiten frei einteilen, macht gerne am Nachmittag mit Kolleginnen ab und geht manchmal schon am Freitag Mittag ins Wochenende. Sie findet das aktuelle Arbeitsgesetz, und insbesondere die Regelungen zur Arbeitszeit, unnötig einschränkend.

Wieso nicht manchmal nach 23 Uhr oder am Sonntag arbeiten, solange man es frei entscheiden kann? Im aktuellen Podcast mache ich mir Gedanken darüber, wie man das Arbeitsgesetz für Wissensarbeiter modernisieren könnte.

Unbesetzte Stellen sind gefährlich

Unbesetzte Stellen sind doch gut, oder? Denn damit lassen sich ein paar Monatslöhne sparen.

Ich bin aber überzeugt, dass die langfristigen Nachteile von unbesetzten Stellen viel grösser sind als die kurzfristigen Einsparungen. Und im schlimmsten Fall können sie sogar die Existenz einer Unternehmung bedrohen.

Recruiting Convention 2017: Gesammelte Eindrücke

Auch dieses Jahr fand ich die Recruiting Convention extrem spannend. Da ging es um selbstfahrende Lastwagen, Botschaften auf Pizzakartons, Sourcing mit Tinder, Lifestyle in der Rekrutierung, den Kodak-Moment und warum wir ihn unbedingt vermeiden müssen.

Anglizismen: Alles halb so wild?

Wir nutzen immer mehr Anglizismen – beruflich und privat. Im Juni hat Michel Ganouchi in seinem Blog-Beitrag mit Anglizismen um sich geschmissen, um den «digitalen HR-Gap» aufzuzeigen: «Falls Ihnen das alles Chinesisch (oder auch Spanisch) vorkommt: Sie sind gut beraten, Ihre Wissenslücken zu schliessen.»

Einige Wochen später hat sich Sabine Biland-Weckherlin über den inflationären Gebrauch von Anglizismen ausgelassen: «In Grossunternehmen ist die offizielle Sprache meist Denglisch. Definition: Deutsch mit zu vielen und grösstenteils überflüssigen oder vermeidbaren englischen Ausdrücken durchsetzt.»

Das hat mich inspiriert. Ich selbst sehe das Thema nicht so eng. Aber weil es mich fasziniert, überlege ich mir im heutigen Podcast, wann Anglizismen schlecht, halb so wild oder sogar empfehlenswert sind.

Angestellte – ein notwendiges Übel?

Sind Mitarbeiter die wichtigste Ressource eines Unternehmens oder doch nur ein Mittel zum Zweck? Und ist es überhaupt rentabel, wenn man sein Personal fair und anständig behandelt?

In diesem Podcast überlege ich, wie es wäre, wenn ich meine eigene Firma hätte. Und ich erkläre, warum ich am liebsten gar keine Mitarbeiter anstellen möchte. Denn Angestellte sind ein notwendiges Übel, nicht wahr?

Lebenslauf, Hobbys und Zeugnisse: Wenn sich Arbeitgeber bewerben

Von Kandidaten wird erwartet, dass sie sich mit einem «vollständigen und aussagekräftigen» Dossier bewerben. Wie wäre es, wenn Arbeitgeber die genau gleichen Dokumente vorbereiten müssten? Jörg Buckmann schlug in einem Blogbeitrag vor, dass sich Arbeitgeber mit Anschreiben, Lebenslauf und sogar Chefzeugnissen bei den Kandidaten bewerben sollten. Weil ich verrückte Ideen mag, habe ich mir in diesem Podcast überlegt, wie so etwas konkret aussehen könnte.

3. HR Barcamp Zürich: Sprudelnde Ideen und eine Selbsthilfegruppe

Am Freitag fand das HR Barcamp Zürich zum dritten Mal statt. Den bunten Themenmix bestimmten die über 100 Teilnehmer selbst: Active Sourcing, Leadership, Rekrutierung, Personalentwicklung, Unternehmenskultur – insgesamt fanden 26 verschiedene Sessions statt.

Aus dem «Zentrum Karl der Grosse» habe ich euch ein paar Eindrücke mitgebracht. Eine Session ist mir besonders geblieben: Sie hiess «Auslaufmodell HR-Manager» – Pascal Fäh, HR-Leiter der Laufschuhmarke On, kündigte sie in seinem Themen-Pitch augenzwinkernd als Selbsthilfegruppe an.

Eine Bildergalerie und mehr Eindrücke vom dritten HR Barcamp gibts im Artikel «Von Jobhopping, Selbsthilfegruppen und Schach» auf hrtoday.ch.

Die kleinstmögliche Karriereseite

Was, wenn ein kompletter Arbeitgeberauftritt mit ausführlichen Texten zu Werten, Kultur und Benefits sowie Aussagen von Mitarbeitenden, untermalt mit Fotos und Videos, für ein Unternehmen nicht in Frage kommt?

Ich habe mir überlegt, welche Informationen notwendig sind, um schnell und unkompliziert eine kleinstmögliche Karriereseite zu erstellen.

Gig Economy: Kann das gut gehen?

Bei der Gig Economy geht es darum, dass man unabhängig ist und sich interessante Aufträge und Projekte heraussucht – und im Idealfall auch zeit- und ortsunabhängig arbeiten kann.

Ist die Gig Economy also eine Chance, tolle Dinge mit viel Freiheit zu tun? Oder stellt sie eine grosse Gefahr dar? Vor allem für Personen, die weder über überdurchschnittliche Fähigkeiten verfügen noch unternehmerisch tätig sein wollen?

Kosten reduzieren – Fluktuation ignorieren?

Viele Firmen wollen ihre Kosten reduzieren. Und wir wissen alle: Fluktuation ist teuer. Warum sprechen wir dann nie darüber, die Fluktuation zu reduzieren?

Im heutigen Podcast nenne ich drei Gründe, weshalb Fluktuation – trotz Kostenbewusstsein – selten ein Thema ist. Es geht um unangenehme Dinge, die ans Tageslicht kommen könnten, um die Definition der Kosten von Fluktuation und um die Schwierigkeit, diese in der Erfolgsrechnung abzubilden.