Barbara Josef

Barbara Josef ist Co-Founder von 5to9 AG. Zuvor war sie Kommunikationsleiterin von Microsoft Schweiz und hat unter anderem das Projekt «Home Office Day» mitgegründet und geleitet. Sie ist gelernte Primarlehrerin und hat an der Universität St.Gallen Betriebswirtschaft studiert.
 


Ein modernes Weihnachtsmärchen – was die Prinzen von Serendip mit Coworking und Innovationsfähigkeit zu tun haben

Blogger-Vignette-06_BlogEs waren einmal drei Prinzen, die lebten im Königreich ihrer Eltern in Serendip, dem heutigen Sri Lanka. Und weil gute Märchen Drama brauchen, schicke der Vater sie in die weite Welt hinaus, wo sie vor grosse Prüfungen gestellt wurden, die sie natürlich alle mit Bravour lösten. Doch was zeichnete diese unerschrockenen jungen Männer, die heute Bezos, Musk und Zuckerberg heissen würden, aus? Sie waren nicht nur schlau, sondern sie wussten auch glückliche Zufälle gezielt zu nutzen. Auch wenn die Management Summary dieses persischen Märchens etwas unromantisch daherkommt, so haben wir den drei Prinzen viel zu verdanken: den Begriff Serendipity und die Erkenntnis, dass wir viele wichtigen Entdeckungen dem Zufall verdanken.

Motivation 4.0 – vom Stelleninhaber zum Job Crafter!

Blogger-Vignette-06_BlogIch habe öfters das Vergnügen, der Entwicklung von Home Office Reglementen und Leitplanken für flexibles Arbeiten beizuwohnen. Bei diesen Gesprächen findet immer wieder eine Art Zaubertrick statt. Das Projektteam «neue Arbeitswelten» präsentiert eine Seite durchaus guter Vorschläge, involviert dann der Reihe nach das Personalmanagement, das mittlere Kader, die Agilitäts-Botschafter (die das alle nicht freiwillig machen, aber so tun müssen als ob), die Personalkommission, den Rechtsdienst und zu guter Letzt die Geschäftsleitung. Das Dokument wächst im Verlauf dieser Diskussion auf gut 20 Seiten an, worauf das Projektteam gebeten wird, es für die nächste Mitarbeiterorientierung auf eine Folie runterzukürzen. Und genau hier geschieht die Magie: die Zusammenfassung der neuen Regelung beschreibt nach zehn Iterationsrunden wieder den alten Zustand. Das Einzige, was sich in der Zwischenzeit verändert hat, sind die Erwartungen der Mitarbeiter*. Und mit denen verhält es sich ähnlich wie mit Zahnpasta: Es ist schwierig, sie nach Austritt wieder zurück in die Tube zu drücken.

Don’t fake to be a Start-up! Warum «copy paste» der falsche Weg zu mehr Agilität ist

Diese Woche findet das 18. Swiss Economic Forum zum hochrelevanten Thema «Agilität – Erfolgsfaktor in Zeiten des Wandels» statt. Wurde der Begriff vor einigen Jahren ausser im Hundesport kaum verwendet, taucht er plötzlich überall wie aus dem Nichts auf. Sogar Firmen, die kurz nach der Erfindung der Dampfmaschine das Licht der Welt erblickt haben, wollen nun plötzlich um jeden Preis agil sein. Wie lässt sich der aktuelle Gesinnungswandel erklären? Im digitalen Zeitalter werden die Spielregeln neu geschrieben. Die langjährige Erfolgsgeschichte in der Vergangenheit ist plötzlich kein Garant mehr für die zukünftige Prosperität; im Gegenteil, sie kann sogar hinderlich sein. «Our industry does not respect tradtition – it only respects innovation», hat es der Microsoft CEO Satya Nadella kurz nach seinem Amtsantritt treffend auf den Punkt gebracht.

Die Schildbürger GmbH führt Home Office ein

Es begann alles ganz harmlos. Der CEO der Schildbürger GmbH, Anton Bitterli, schnappte den Begriff «Home Office» zum ersten Mal während des CAS-Kurses «Digital Leadership» auf, den er seit neustem absolvierte. Eine Generation-Y Kommilitonin ertappte ihn dabei, wie er auf seinem Smartphone nach einem lokalen Ableger eines solchen Home Office googelte, und klärte ihn jovial über den Trend des Arbeitens von zu Hause aus auf.