Jobhopper sind per Definition nicht loyal. Wer also in der Vergangenheit oft den Arbeitgeber gewechselt hat, wird es auf dem Arbeitsmarkt schwieriger haben.
Ich bin aber überzeugt, dass wir als Recruiter und Linienvorgesetzte oft zu vorschnell jemanden als Jobhopper einstufen. Und dadurch gehen uns ganz tolle Mitarbeiter durch die Lappen.
Ich finde es auch nicht fair, dass Arbeitgeber von den Mitarbeitenden verlangen, dass sie möglichst lange in einer Firma bleiben, dafür aber keine Gegenleistung erbringen.
Ich glaube zwar nicht, dass eine Anstellungsgarantie etwas bringen würde. Aber ich habe mir einen verrückten Vorschlag ausgedacht, um dieses Ungleichgewicht etwas auszugleichen.
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Alle Unternehmen durchlaufen einen Lebenszyklus: Sie werden gegründet, wachsen, konsolidieren und professionalisieren sich, sie erfinden sich neu, zum Beispiel durch Diversifizierung oder durch die Einführung von Matrixstrukturen, und dann kommt irgendwann ein Turnaround, der entweder gelingt oder zum Untergang des Unternehmens führt. Wenn man sich diese Phasen näher anschaut, fällt auf, dass sie sich ganz besonders auch in den Anforderungen an die Führung unterscheiden.
Zufriedene, motivierte Arbeitnehmende sind für Unternehmen Gold wert. HR-Verantwortliche können Mitarbeitende optimal im Unternehmen positionieren und sie fördern, aber letztlich ist jeder für seine Arbeitszufriedenheit selbst verantwortlich.
Eine starke Marke baut auf eine starke Kultur. Werte werden aktiv gelebt und hängen nicht als Leitbilder an der Wand. Eindrücklich zeigt das die Firma Netflix. Bei Netflix gibt es kein Spesenreglement und die Mitarbeitenden bestimmen, wie viele Ferientage sie benötigen, um bei der Arbeit fit zu sein. Die Basis? Eine starke Arbeitgebermarke.
Der Schweizer Arbeitsmarkt ist ein Erfolgsmodell. Die Arbeitslosenquote ist rekordtief. Und dies seit Jahren. Kaum ein Land auf der Welt kennt eine ähnlich tiefe Erwerbslosigkeit. Dies gilt ebenso für die Jugendarbeitslosigkeit.
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