Personalmarketing kann jede/r

Bald schon nähert sich das zweijährige Jubiläum meines ersten hier erschienenen Blogbeitrages. Mit dem Titel «Den Finger in die Wunde legen» nahm ich mir vor, Eindrücke aus der Welt des Employer Brandings und Personalmarketings transparent darstellen und zu einem Diskurs anzuregen. Und im Idealfall sogar etwas bewirken zu können. Die Klickzahlen und zahlreichen Kommentare auf meine späteren Beiträge bestätigen mir, dass dies nicht schlecht gelungen ist.

Es brodelt im Westen

Der Westen durchlebt turbulente Zeiten. In verschiedenen Ländern kommt es zu Wahl- oder Abstimmungsentscheiden, die viele für unmöglich gehalten haben. Was ist los? Die westliche Gesellschaft scheint aus dem Gleichgewicht zu geraten. Ein Unmut der Bevölkerung, wohl einhergehend mit einem Vertrauensverlust in Politik und Wirtschaft, kommt an der Urne zum Ausdruck. Das muss uns zum Nachdenken anregen.

Chatbots in der Rekrutierung?

In einer Zeit, in der immer mehr Inhalte im Internet zur Verfügung stehen, ist es eine Herausforderung, potenzielle Bewerber einfach und unkompliziert abzuholen. Im Recruiting bedeutet dies: Wer die Nase vorne haben will und die besten Bewerber rekrutieren möchte, muss auf der einen Seite attraktive Stelleninserate vorweisen – zum anderen aber auch eine informative und innovative Karriereseite anbieten, auf welcher potenzielle Fragen von Bewerbern einfach und schnell beantwortet werden. Ansonsten ist die Gefahr gross, dass die Bewerber den Bewerbungsprozess nicht abschliessen. Chatbots, die Fragen automatisch beantworten, bieten genau hier eine gute Unterstützung an.

Von Algorithmen und Eignungs-Checks

Sind Algorithmen die besseren Recruiter? Können «Maschinen» oder können wir dank «Machine Learning» die Zusammenführung des geeigneten Mitarbeiters zur richtigen Stelle in der richtigen Firma wesentlich verbessern?

Der Trend ist jedenfalls eindeutig. Eine Unmenge solcher Lösungen drängen auf den Markt und werden – das ist meine Vorhersage – einen relevanten Marktanteil gewinnen.

Wie immer interessiert mich im Besonderen der Jugendmarkt. Dort hat sich über viele Jahre eine «Testkultur» etabliert.

Unternehmenskultur: Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht

Vor zwei Jahren erschien mein Buch «Inspired at Work – 66 Ideen für mehr Engagement und Innovation im Unternehmen» beim Versus Verlag. Zusammen mit Co-Autor Christoph Küffer hatte ich nebst den 66 Ideen auch 15 Praxisberichte von Firmen erstellt – darunter Evernote, SwissRe, SBB, DeinDeal – die eine der vorgestellten Ideen erfolgreich implementiert hatten. 

Reorganisationen – zeitgemäss, alltäglich und nicht selten missbräuchlich

Blogger-Vignette-04_Blog«Das Arbeitsverhältnis mit Herrn X wird aufgrund einer Reorganisation des Departements Y aufgelöst.» Dabei handelte es sich um eine Kündigung eines mehrjährigen Arbeitsverhältnisses in einem sechsköpfigen Team eines KMU. Von Reorganisation keine Spur – vielmehr ging es darum, im Zuge einer Neubesetzung im Departement auch gleich Herrn X auf einfache Weise zu ersetzen. Getreu der Redewendung «Zwei Fliegen auf einen Schlag» sah der Vorgesetzte eine günstige Chance, sich Herrn X zu entledigen, weil er offenbar den veränderten Ansprüchen der Aufgabe respektive des Marktes nicht mehr genügte. Dies ist nur ein Beispiel aus einer Vielzahl ähnlich lautender Phrasen, die sich mittlerweile schon fast standardmässig in den Zeugnissen unserer BewerberInnen aller Couleur finden lassen.

Industrie 4.0 – und die Gesundheit?

Blogger-Vignette-07_BlogDie Industrie 4.0 wird die Arbeitsplätze in der Schweiz nachhaltig verändern. Monotone körperliche Tätigkeiten werden zunehmend durch Maschinen ersetzt und Arbeitsplätze von un- oder angelernten Mitarbeitenden fallen weg. Im Gegenzug dazu entstehen zusätzliche Arbeitsplätze für hochqualifizierte Mitarbeitende mit gutem technologischem Wissen. Diese Veränderung wird die Produktivität der Arbeitswelt steigern. Welche Konsequenzen für die Gesundheit der Arbeitnehmenden sind zu erwarten?

Vertragsfreiheit im Arbeitsrecht

Blogger-Vignette-12_BlogRechtliche Grundlage für das private Arbeitsverhältnis ist der Arbeitsvertrag. Für das Vertragsrecht gilt die Vertragsfreiheit: 1. Das Recht frei zu bestimmen, ob man überhaupt einen Vertrag abschliessen will, 2. mit wem man ihn abschliessen will, 3. was Inhalt des Vertrages sein soll, 4. in welcher Form man ihn abschliessen will und schliesslich 5. ob man ihn auch wieder aufheben bzw. abändern will. Wegen des Sozialschutzes hat der Gesetzgeber beim Arbeitsvertrag diese Freiheiten in vielen Punkten eingeschränkt oder gar aufgehoben. Von zentraler Bedeutung im Arbeitsvertragsrecht geblieben sind aber die Abschluss- und die Kündigungsfreiheit.

Wie führt man künstliche Intelligenz?

Blogger-Vignette-09_BlogEs war wirklich eine aussergewöhnliche Frage, die mir ein junger chinesischer MBA-Student an der Universität Zürich nach einem zweitägigen Leadership-Seminar stellte. Er bedankte sich für den Unterricht, für die Denkanstösse und für den Einblick in unser europäisches Leadership-Verständnis – Aber dann fragte er etwas, das mich lange nachdenken liess: Wie führt man künstliche Intelligenz?