Karriere
Die Härte der Präsenz
Von Armin Ziesemer • • Keine Kommentare
Karriere braucht Präsenz. Ein starkes Selbstbewusstsein, überzeugende Kommunikation, Netzwerkfähigkeit und Durchsetzungskraft sind für den beruflichen Erfolg wesentlich. Oft werden diese Kompetenzen bis zur überdrehten Selbstoptimierung entwickelt. Infolgedessen entfremden sich Menschen vom eigenen Berufsstand – und von sich selbst. Und dann folgt bestenfalls eine phantasievolle Wende.

Unser Beratungsalltag ist alles andere als langweilig. Doch auch bei uns gibt es Erlebnisse, die herausstechen. An einem kalten Januartag dieses Jahres nahmen zwei harmlose Referenzauskünfte eine haarsträubende Wendung – und lieferten uns eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden.
Der Arbeitsmarkt verändert sich. Firmen und Arbeitnehmende suchen vermehrt Flexibilität. Mehr persönliche Dienstleistungen werden nachgefragt, beispielsweise Hauslieferservice, Betreuung zu Hause oder individuelle Beratung. Zudem gehen die Babyboomer in Pension und hinterlassen eine Lücke am Arbeitsmarkt.
Oder wie man mit «Employer Branding» fieberhaft versucht, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Jede Zeit hat ihre Herausforderung, die Situation am Arbeitsmarkt gehört aktuell zweifellos dazu.
Die Sprache in der Arbeitswelt hat sich über die letzten Jahre hinweg stark verändert. Der Umgangston wurde lockerer. Humor und Ironie haben mehr Platz eingenommen. Besonders die Generation Z legt viel Wert darauf, dass man als Arbeitgebende über sich selbst lachen kann. Die Gratwanderung zwischen Humor und Seriosität ist jedoch nicht immer einfach. Wie Sie die Balance finden und welche Rolle TikTok in diesem Zusammenhang spielt, lesen Sie hier.
Eigentlich ist es einfach. Wenn wir an unseren Arbeitsplätzen und in unseren Unternehmen eine bestimmte Kultur etablieren wollen, müssen wir uns entsprechend verhalten. Menschen in exponierten Positionen haben den Vorteil als Rollenmodell vorangehen zu können. Dieser Anspruch kann auch zur Bürde werden, wenn solche Leuchttürme mit ihrem Verhalten die erwünschte Kultur im Unternehmen verhindern. Was ist also zu tun?
«Marketing heisst, das ganze Geschäft mit den Augen der Kunden zu sehen», soll die Management-Ikone Peter Drucker gesagt haben. Das klingt so plausibel. Übertragen auf das Personalmarketing muss man jedoch leider fragen, ob HR auf einem Auge blind ist?
Jede Firma will zufriedene oder noch besser, glückliche Mitarbeitende. Sie sollen den ganzen Tag produktiv, niemals krank und immer voller Elan mit einem Lächeln auf den Lippen sein. Nur, wie ist das beim derzeitigen Fachkräftemangel möglich? Anhand eines Praxisfalles zeige ich, auf welche drei Dinge es ankommt.
Der März beginnt jedes Jahr als krasser Frauenmonat. Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Ein Anlass für reichlich Medienberichte über Benachteiligung, Doppelbelastung und Lohnungleichheit schon im Vorfeld. Es hat etwas vom alljährlichen Fernsehklassiker «Dinner for One» zu Silvester. Man weiss genau was kommt, und trotzdem wird es nie obsolet.