Personalmarketing kann jede/r

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Bald schon nähert sich das zweijährige Jubiläum meines ersten hier erschienenen Blogbeitrages. Mit dem Titel «Den Finger in die Wunde legen» nahm ich mir vor, Eindrücke aus der Welt des Employer Brandings und Personalmarketings transparent darstellen und zu einem Diskurs anzuregen. Und im Idealfall sogar etwas bewirken zu können. Die Klickzahlen und zahlreichen Kommentare auf meine späteren Beiträge bestätigen mir, dass dies nicht schlecht gelungen ist.

Ich habe aus Anlass des «Jubiläums» alle meine Beiträge Revue passieren lassen. Und mache dabei ein paar interessante Feststellungen:

  • Jeder Artikel ist auch zwei Jahre später noch brandaktuell.
  • Die Tonalität meiner Beiträge wurde zunehmend schärfer.
  • Ich bemerke inhaltliche Überschneidungen der Themenwahl.

Was bedeutet das? Ein paar Gedanken dazu:

  • Überspitzt formuliert: Es hat sich nichts verändert. Ich erkenne viel Zustimmung, aber wenig praktische Umsetzung. Natürlich gibt es immer mal wieder löbliche Ausnahmen, die Anerkennung verdienen. Nur: Sie sind einsame Speerspitzen in einem Heer von stumpfen Messern.
  • Ich möchte positiv animieren, aber klage häufig an. Ich möchte anregen, aber stelle kritische Fragen. Je lauter der Titel, desto besser die Klickzahlen. Fast wie bei den Beiträgen der (Online-)Boulevardpresse. Es scheint so, als würde die emotionale Kommunikation die fachbezogene ausstechen.
  • Mein Themenkreis ist endlich, aber dennoch komplex. Die Gefahr, mich zu wiederholen, nimmt zu. Solange ich dem Leser trotzdem einen Mehrwert biete, ist das legitim.

Wie also soll es weitergehen? Hier nehme ich mich selber beim Wort. Anregen und positiv animieren. Zum Wohle der Sache. Denn es wird auf absehbare Zeit weiterhin viel zu tun geben.

Darum hier 6 pragmatische Tipps, wie Sie Ihr Personalmarketing auf Vorderfrau bringen. Auch auf den Verdacht hin, den einen oder anderen Gedanken bereits einmal geäussert zu haben.

  1. Schildern Sie Ihre Herausforderungen den Kollegen im Marketing. Erarbeiten Sie gemeinsam Lösungen. Von Quick-Wins bis zu längerfristigen Strategien. Und laden Sie die Kollegen auf ein Glas Wein oder Bier ein. Das hilft immer.
  2. Geben Sie sich Mühe. Es braucht manchmal gar nicht so viel. Primär die richtige Einstellung zur Sache. Und schon können Sie sich in Zielgruppen versetzen, setzen sich mit neuen Kommunikationskanälen auseinander oder hinterfragen kritisch den Inhalt Ihrer Kommunikationsträger. Und ja: das ist anstrengend und zeitraubend. Aber es macht Spass und führt zum Erfolg!
  3. Beobachten Sie den Markt, verfolgen Sie Trends und lesen Sie (HR-)Blogs. Wie diesen hier. Nur wer bereit ist, stetig Wissen anzureichern, kann auch Ideen generieren und umsetzen.
  4. Seien Sie mutig. Es wird sich lohnen. Probieren Sie Massnahmen aus, auch wenn Sie nicht wissen, ob Sie zum Erfolg führen.
  5. Falls Sie (immer) noch ein digitaler Verweigerer sind: Das ist ok und Ihre persönliche Einstellung zum Thema. Aber suchen Sie sich einen neuen Job, der nichts mit HR zu tun hat. Denn mit der Digitalisierung werden Sie nicht nur im Personalmarketing konfrontiert.
  6. Lassen Sie den gesunden Menschenverstand walten. Es braucht weder Studium noch jahrelange Ausbildung, um gute Ideen zu entwerfen und umzusetzen. Hören Sie auf sich und ihren Bauch. Und reden Sie mit Ihrer Zielgruppe. So lernen Sie, sie zu verstehen.

In diesem Sinne: Auf die nächsten wohlwollenden Beiträge!

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