Von der Kunst, Menschen anzusprechen

Tja, fast hätte uns die Nationalbank die Lösung für den Fachkräftemangel, der uns droht und in gewissen Branchen längst Alltag ist, pfannenfertig ins Osternest gelegt. Fast. Doch die Eurokrise wird die Schlagzeilen nur kurzzeitig dominieren und unsere mittelfristigen Herausforderungen in der Ansprache neuer Mitarbeitenden nicht lösen. Wäre ja auch zu schön gewesen. Doch alternde Belegschaften, Pillenknick, Kontingente für Ausländer oder die Akademisierung in den klassischen Berufswelten sind harte Fakten, die sich nicht einfach durch den schwachen Euro in die Ausverkaufsregale des Personalmarketings legen lassen.

Print 2.0

Der Medienmix bei Stelleninseraten hat sich massiv verändert. Bis vor wenigen Jahren gehörte zum Beispiel das Printinserat als gesetztes Medium mit dazu. Dafür war ein Mobileinserat noch in weiter ferne. Aber die Zeiten ändern sich.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich am Samstag aus reiner Neugierde jeweils das ALPHA durch geblättert habe. Nicht, weil ich auf Stellensuche war, sondern einfach, weil ich wissen wollte, welche Firma nach neuen Mitarbeitern sucht oder was meine Mitbewerber machen, die im gleichen Marktumfeld tätig sind. Heute ist dies leider nicht mehr möglich.

Strategisches Personalmanagement

Um zukunftsfähig zu sein, müssen wir heute die Rolle des Personalmanagements grundlegend überdenken. Es hat sich seit der Mitte des letzten Jahrhunderts immer ungefähr in Dekaden entwickelt. In der ersten von 1950 bis 1960 stand die Personalverwaltung im Vordergrund, danach, in den 60er Jahren, ging es vor allem um die Strukturierung der Arbeitsorganisation. Die 70er standen im Zeichen der Personalentwicklung und in der darauf folgenden Dekade haben wir uns verstärkt mit Personalstrategien beschäftigt. Das wurde dann in den 90er Jahren weiter fokussiert auf das Thema der Personalinterfunktionalität und seit Anfang dieses Jahrtausends war das Kompetenzmanagement unser Thema Nummer 1.