Unternehmenskultur: Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht

Vor zwei Jahren erschien mein Buch «Inspired at Work – 66 Ideen für mehr Engagement und Innovation im Unternehmen» beim Versus Verlag. Zusammen mit Co-Autor Christoph Küffer hatte ich nebst den 66 Ideen auch 15 Praxisberichte von Firmen erstellt – darunter Evernote, SwissRe, SBB, DeinDeal – die eine der vorgestellten Ideen erfolgreich implementiert hatten. 

Kultur ist der Charakter einer Firma

Ein paar meiner Gedanken zum Thema Unternehmenskultur – frisch von der Leber. Für mich ist die Kultur eines Unternehmens wie der Charakter einer Person. Was uns einmalig macht, ist die Kombination unserer Eigenschaften. Klar: Wir möchten alle, dass uns andere toll finden. Uns zu verstellen, funktioniert aber nicht. Und auch bei der Entwicklung der eigenen Unternehmenskultur gibt es keine Abkürzungen.

 

Reorganisationen – zeitgemäss, alltäglich und nicht selten missbräuchlich

Blogger-Vignette-04_Blog«Das Arbeitsverhältnis mit Herrn X wird aufgrund einer Reorganisation des Departements Y aufgelöst.» Dabei handelte es sich um eine Kündigung eines mehrjährigen Arbeitsverhältnisses in einem sechsköpfigen Team eines KMU. Von Reorganisation keine Spur – vielmehr ging es darum, im Zuge einer Neubesetzung im Departement auch gleich Herrn X auf einfache Weise zu ersetzen. Getreu der Redewendung «Zwei Fliegen auf einen Schlag» sah der Vorgesetzte eine günstige Chance, sich Herrn X zu entledigen, weil er offenbar den veränderten Ansprüchen der Aufgabe respektive des Marktes nicht mehr genügte. Dies ist nur ein Beispiel aus einer Vielzahl ähnlich lautender Phrasen, die sich mittlerweile schon fast standardmässig in den Zeugnissen unserer BewerberInnen aller Couleur finden lassen.

Kreative Bewerbungen?

Kreative Bewerbungen: Was spricht dagegen? Dies überlege ich mir im heutigen Podcast. Es gibt immer wieder kreative Bewerbungen, die mich begeistern. Der Schuss kann allerdings auch nach hinten losgehen. Im heutigen Podcast überlege ich mir, was gegen kreative Bewerbungen spricht und was es braucht, damit solche funktionieren.

Industrie 4.0 – und die Gesundheit?

Blogger-Vignette-07_BlogDie Industrie 4.0 wird die Arbeitsplätze in der Schweiz nachhaltig verändern. Monotone körperliche Tätigkeiten werden zunehmend durch Maschinen ersetzt und Arbeitsplätze von un- oder angelernten Mitarbeitenden fallen weg. Im Gegenzug dazu entstehen zusätzliche Arbeitsplätze für hochqualifizierte Mitarbeitende mit gutem technologischem Wissen. Diese Veränderung wird die Produktivität der Arbeitswelt steigern. Welche Konsequenzen für die Gesundheit der Arbeitnehmenden sind zu erwarten?

Vertragsfreiheit im Arbeitsrecht

Blogger-Vignette-12_BlogRechtliche Grundlage für das private Arbeitsverhältnis ist der Arbeitsvertrag. Für das Vertragsrecht gilt die Vertragsfreiheit: 1. Das Recht frei zu bestimmen, ob man überhaupt einen Vertrag abschliessen will, 2. mit wem man ihn abschliessen will, 3. was Inhalt des Vertrages sein soll, 4. in welcher Form man ihn abschliessen will und schliesslich 5. ob man ihn auch wieder aufheben bzw. abändern will. Wegen des Sozialschutzes hat der Gesetzgeber beim Arbeitsvertrag diese Freiheiten in vielen Punkten eingeschränkt oder gar aufgehoben. Von zentraler Bedeutung im Arbeitsvertragsrecht geblieben sind aber die Abschluss- und die Kündigungsfreiheit.

Dürfen Maschinen Bewerbungen selektionieren? 

Blogger-Vignette-10_BlogIst es vertretbar, dass Kandidaten von Maschinen eine Absage erhalten? Urteilen Maschinen «zu objektiv» – oder menschliche Recruiter «zu subjektiv»? Die Automatisierung von Selektionsprozessen bietet Vorteile, aber auch Gefahren. Darüber mache ich mir im heutigen Podcast Gedanken.

Wie führt man künstliche Intelligenz?

Blogger-Vignette-09_BlogEs war wirklich eine aussergewöhnliche Frage, die mir ein junger chinesischer MBA-Student an der Universität Zürich nach einem zweitägigen Leadership-Seminar stellte. Er bedankte sich für den Unterricht, für die Denkanstösse und für den Einblick in unser europäisches Leadership-Verständnis – Aber dann fragte er etwas, das mich lange nachdenken liess: Wie führt man künstliche Intelligenz?

Ein modernes Weihnachtsmärchen – was die Prinzen von Serendip mit Coworking und Innovationsfähigkeit zu tun haben

Blogger-Vignette-06_BlogEs waren einmal drei Prinzen, die lebten im Königreich ihrer Eltern in Serendip, dem heutigen Sri Lanka. Und weil gute Märchen Drama brauchen, schicke der Vater sie in die weite Welt hinaus, wo sie vor grosse Prüfungen gestellt wurden, die sie natürlich alle mit Bravour lösten. Doch was zeichnete diese unerschrockenen jungen Männer, die heute Bezos, Musk und Zuckerberg heissen würden, aus? Sie waren nicht nur schlau, sondern sie wussten auch glückliche Zufälle gezielt zu nutzen. Auch wenn die Management Summary dieses persischen Märchens etwas unromantisch daherkommt, so haben wir den drei Prinzen viel zu verdanken: den Begriff Serendipity und die Erkenntnis, dass wir viele wichtigen Entdeckungen dem Zufall verdanken.