Kündigungen nur auf Ende Monat: Ist das sinnvoll?

Nach Ablauf der Probezeit kann das unbefristete Arbeitsverhältnis nach Art. 335c Abs. 1 OR von Gesetzes wegen unter Einhaltung der Kündigungsfrist auf Ende jedes Monats gekündigt werden. Es gilt Kündigungsfreiheit.

Diese wird allerdings durch Art. 336c OR eingeschränkt. Gewisse Ereignisse wie Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit, Schwangerschaft und Militärdienst lösen eine sogenannte Sperrfrist aus. Wird während dieser Frist gekündigt, ist die Kündigung nichtig. Ist diese vor Beginn der Sperrfrist ausgesprochen worden, ruht die Kündigungsfrist während der Sperrfrist und verlängert sich damit um diese.

Kündigungsfrist auf Monatsende ist nicht immer sinnvoll

Weil die Verlängerung nur selten genau einen Monat dauert und zudem nicht jeder Monat gleich lang ist, stimmt das Ende der Kündigungsfrist dann häufig nicht mit dem Monatsende überein. Kann das Arbeitsverhältnis aber nur auf Ende Monat aufgelöst werden, tritt eine weitere Verlängerung bis zum nächsten Monatsende ein. Dadurch kann auch eine kurze Krankheit das Arbeitsverhältnis um einen ganzen Monat verlängern. Das ist kaum sinnvoll. Es widerspricht jedenfalls meistens den Interessen der Arbeitgeberin.

Auch unabhängig von diesen ungewollten Verlängerungen, ist es nicht sinnvoll, die Beendigung des Arbeitsverhältnisses nur auf Ende Monat vorzusehen. Es liegt in der Natur des Kalenders, dass das Monatsende nur selten mit dem Ende einer Arbeitswoche zusammenfällt. Von der Arbeitsorganisation her kann es aber von Vorteil sein, das Arbeitsverhältnis Ende Woche enden zu lassen oder nach Abschluss einer bestimmten Arbeit, eines bestimmten Anlasses etc.

Warum diese Regelung?

Woher kommt die gesetzliche Regelung, die sich in der Praxis durchgesetzt hat, dass eine Kündigung nur auf Ende Monat möglich sein sollte?

Der Gesetzgeber war bei der Revision des Arbeitsvertragsrechts in den 60ger Jahren bestrebt, eine möglichst praktische Regelung zu treffen und hat deshalb den Kündigungszeitpunkt auf das Ende der Periode für die Lohnberechnung festgesetzt. Nachdem es aber im digitalen Zeitalter problemlos möglich ist, alle wesentlichen Lohndaten auf jeden beliebigen Zeitpunkt zu berechnen, ist diese praktische Überlegung gegenstandslos geworden. Die Regelung ist in vielen Fällen nur noch hinderlich.

Abweichungen von der Regelung sind ohne weiteres möglich

Es braucht aber keinerlei Gesetzesänderung. Die Regelung in Art. 335c Abs. 1 OR ist dispositiv. Das heisst, die Parteien können im Arbeitsvertrag ohne weiteres vereinbaren, dass eine Kündigung auf jeden beliebigen Zeitpunkt möglich ist. Sie müssen dies nur wollen. Nach überwiegender, aber nicht unbestrittener Lehre kann dies sogar formfrei, das heisst auch mündlich vereinbart werden.

Sicherer ist es allerdings, die Abweichung von der subsidiären gesetzlichen Regelung im Arbeitsvertrag ausdrücklich und schriftlich festzuhalten. Wird dann aus dem Arbeitszeugnis ersichtlich, dass das Arbeitsverhältnis nicht zum Monatsende geendet hat, wird sinnvoller Weise festgehalten, dass dies gemäss der vertraglichen Vereinbarung bei einer ordentlichen Kündigung möglich war. Andernfalls kann der Eindruck entstehen, es sei zu einer fristlosen Entlassung gekommen.

2018 – Das Jahr des Coworkings

Alle reden darüber, aber erst wenige tun es: Coworking. Der Begriff geprägt hat Brad Neuberg 2005 in San Francisco. Zwei Jahre später hatte auch die Schweiz ihren ersten Coworking Space – mit dem von Jürg Rohner 2007 gegründeten Citizen Space im Zürcher Steinfelsareal. Mittlerweile sind es gemäss Jenny Schäpper, Präsidentin von Coworking Switzerland, bereits 110 (Stand Januar 2018). Ein beeindruckendes Wachstum, was das Angebot an Spaces und Flächen betrifft, doch wie sieht es mit der Nachfrage aus? Gemäss Deskmag sind weltweit nur knapp die Hälfte der Coworking Spaces profitabel; immerhin ist deren Anteil seit 2013 von 32 auf 40 Prozent angestiegen.

Was genau ist eigentlich Personaldienstleistung?

Der Mensch ist die wichtigste Ressource für die Wirtschaft. Daran – diese Prognose wage ich – wird auch die fortschreitende Digitalisierung und Roboterisierung nichts ändern. Der Mensch verfügt über einzigartige Fähigkeiten, die er gewinnbringend in Produktionsprozesse einbringen kann. Damit schafft er Mehrwert.

Deshalb ist das Management der Ressource Mensch, das HR-Management, eine für Unternehmen zentrale Disziplin. Dazu gehört, dass sich die HR-Profis bei der Bewältigung ihrer wichtigen Aufgaben auch extern durch Personaldienstleister unterstützen lassen. Doch was genau steckt hinter dem Begriff Personaldienstleistung?

Corporate Communitys: Worauf es ankommt

Je vernetzter eine Belegschaft ist, desto produktiver, interdisziplinärer und übergreifender können Aufgaben zusammen gelöst werden. Deshalb wollen immer mehr Firmen weg von Silos hin zum Netzwerk.

Die technischen Möglichkeiten könnten dafür besser nicht sein: Kollaborationsplattformen, Mobile Apps und Dokument-Sharing in der Cloud ermöglichen maximale Flexibilität. Und dennoch schaffen nur wenige Firmen den Schritt von der hierarchiegetriebenen Pyramide hin zur vernetzen Corporate Community – warum eigentlich? 

Begeisterungsfähigkeit macht erfolgreich

Bei einem kulturellen Anlass kam ich zufälligerweise mit einer Dame ins Gespräch. Ihr Strahlen, ihre Sprache, ihre gedankliche Wendigkeit und ihre freundliche Offenheit machten sie zu einer interessanten Gesprächspartnerin. Beiläufig erwähnte sie, 84 Jahre alt zu sein. Als ich ihr sagte, wie gut es tue, ältere Menschen wie sie kennen zu lernen, die Lebensfreude ausstrahlen und ihr Leben bewusst und mutig gestalten, lachte sie und meinte bescheiden: «Ich war einfach mein ganzes Leben lang begeisterungsfähig.»

Postdigitales Personalmanagement

Ich sitze gerade in einem Zug und beobachte, dass alle Menschen, die ich von meinem Platz aus sehen kann, sich ausnahmslos mit irgendwelchen digitalen Kommunikationsinstrumenten beschäftigen. Noch vor 20 Jahren wäre so ein Bild unvorstellbar gewesen. Irgendwie war es immer schon so in der Entwicklung der Menschheit: Zuerst kam die Innovation, dann das Staunen und schon rasch danach die unheimliche Macht der Gewohnheit und des Gewöhnlichen.

Kreativität im Personalmarketing

Zugegeben: Personalmarketing muss nicht kreativ sein. Es muss primär Ziele erfüllen. Also etwa ihr Unternehmen bei einer klar definierten Zielgruppe mit hoffentlich relevanten Inhalten positionieren. Ihre Bemühungen im Recruiting unterstützen. Aufklären, weshalb jemand bei Ihrem Unternehmen arbeiten sollte. Ihren Mitarbeitern durch geeignete Massnahmen das Gefühl geben, dass sie sich für den richtigen Arbeitgeber entschieden haben. Das alles hat mit Kreativität herzlich wenig zu tun. Es ist schlichtweg die professionelle Pflichterfüllung.