Etienne Besson

Etienne Besson ist seit 1998 als Personaler tätig. In seiner Freizeit ist er oft im Internet anzutreffen, wo er interessante Tweets mit anderen teilt, seine Freunde auf Facebook nervt und möglichst viele Artikel zum Thema Online Rekrutierung liest. Wie es zum HR Today Minutes Podcast kam, erklärt er hier.


Kann man sich in 20 Sekunden seriös bewerben?

Vereinfachte Bewerbungen scheinen in Mode zu sein und beim Kinderspital Zürich braucht man dafür knapp 20 Sekunden.

Aber kann man sich so seriös bewerben? Und ist das eine gesunde Entwicklung? Schliesslich haben wir bereits einen Rekrutierungsprozess, der sich über Jahrzehnte bewährt hat.

Andererseits, was tun wir, wenn sich unsere Wunschkandidaten nicht für uns interessieren?

Ich erwähne es zwar nicht im Podcast, aber Jörg Buckmann hat in diesem Artikel die vereinfachte Bewerbung des Kinderspitals Zürich sehr schön beschrieben. Und seine Tochter «durfte» als Versuchskaninchen mitmachen: So geht Candidate Experience: Die 15 Sekunden Bewerbung des Kinderspitals Zürich.

Kispi_Bewerbung_HRTodayMinutes

Auf der Webseite kispi-spirit.ch können sich interessierte Pflegefachkräfte bewerben.

Dürfen Mitarbeitende öffentlich ihre Meinung sagen?

Was ist, wenn Mitarbeitende etwas öffentlich sagen, das ihrem Arbeitgeber nicht in den Kram passt? Ist es besser, wenn sich Angestellte gar nicht öffentlich äussern dürfen? Andererseits sprechen wir ja auch immer wieder darüber, dass Mitarbeitende die besten Markenbotschafter sind.

Im Podcast erwähne ich einen Google-Manager, der in einem Interview die Schweiz kritisierte:

Und ich mache auch gleich etwas Werbung für die 4. Folge der HR Today Minutes, wo sich 20 Minuten über die Swisscom empörte:

Ist Recruiter ein richtiger Beruf?

Recruiter ist in vielen Firmen eine Einstiegsposition. Und sobald man sich bewährt hat, kriegt man dann einen richtigen Job. Dazu kommt noch, dass Recruiter nicht immer den besten Ruf geniessen.

Aber ist Recruiter ein richtiger Beruf?

In dieser Folge der HR Today Minutes überlege ich mir, was einen guten Recruiter ausmacht. Und danach verrate ich, ob für mich Recruiter ein richtiger Beruf ist oder nicht.

Warum mache ich diesen Podcast?

Heute möchte ich etwas Spezielles ausprobieren und euch ein paar Dinge über diesen Podcast erzählen. Dabei verrate ich euch:

  • wie die HR Today Minutes entstanden
  • weshalb ich immer wieder versuche, euch zu provozieren
  • warum es schon fast schizophren ist, dass ich regelmässig Personaler kritisiere und
  • wieso ich diesen Podcast überhaupt mache

Zur ersten Frage: im April 2015 nahm ich spontan einen Test-Podcast auf und schickte die Datei um 3 Uhr morgens an ein paar Kollegen. Mehr dazu und auch die Antworten auf die anderen Fragen hört ihr im Podcast.

Und keine Angst, in zwei Wochen geht es wie gewohnt weiter mit einem spannenden Rekrutierungsthema.

Rekrutieren wir Talente oder Just-in-time?

Als Recruiter sprechen wir gerne von Talenten. Aber meinen wir wirklich Personen mit aussergewöhnlichen Begabungen, die wir einstellen und langfristig weiterentwickeln werden?

Oder rekrutieren wir grösstenteils Leute, die genau die richtigen Fähigkeiten haben, um den Job hier und jetzt auszuführen?

Personaler sind zu wenig offen gegenüber Neuem

Ich behaupte, dass wir Personaler gegenüber Neuem zu wenig offen sind. Das Internet entwickelt sich laufend weiter und damit verändern sich auch die Bedürfnisse der Kandidaten. Unsere erste Reaktion ist aber oft, neue Entwicklungen zu ignorieren. Oder wir suchen Gründe, weshalb es für uns sowieso nicht funktionieren kann.

In dieser Folge erzähle ich, weshalb mich gewisse Bemerkungen von Personalern zum Thema Social Media wütend machten, dass ich die erste Bewerbung per E-Mail gar nicht toll fand und weshalb ich mir Sorgen um die Zukunft mache. Und ich erwähne auch Katzen auf Skateboards.

Wer zeigt jobs.ch die Zähne?

Jobs.ch ist die grösste Online-Stellenbörse in der Schweiz. Und sie verärgert immer mehr Kunden mit Preiserhöhungen. Deshalb gaben schon vor einem Jahr zwei grosse Personalvermittlungen bekannt, dass sie eine Konkurrenzplattform planen.

In dieser Folge

    • erkläre ich, weshalb ich die Idee einer Konkurrenzplattform amüsant fand,
    • frage ich mich, ob jobs.ch seine marktbeherrschende Position ausnützt,
    • gebe ich mein Bestes, um möglichst viele Recruiter zu beleidigen und
    • erwähne noch kurz eine mögliche Alternative zu jobs.ch.

Im Podcast erwähne ich auch folgende Artikel:

Etiennes Senf zur Recruiting Convention Zürich

Vor zwei Wochen war ich an der Recruiting Convention Zürich und habe drei Themen herausgepickt, die mir aufgefallen sind.

Also keine Angst, ich werde euch nicht mit Zusammenfassungen der Vorträge langweilen. Stattdessen spreche ich heute über:

  • Zahlen und Methoden
  • Online-Marketing
  • Persönliche Gespräche

Sollen wir Arschlöcher einstellen?

Einige der erfolgreichsten Geschäftsleute sind dafür bekannt, dass sie Arschlöcher sind. Brauchen Unternehmen ein paar solche Leute, um wirklich erfolgreich zu sein? Oder sind Arschlöcher unter dem Strich nicht nur menschlich, sondern auch finanziell schädlich?

Im Podcast erwähne ich das Buch «The no asshole rule» von Bob Sutton. In diesem Artikel für die Harvard Business Review erklärt Sutton, weshalb es für ihn wichtig war, dieses Buch zu schreiben.

Ein Artikel von Paul Petrone weckte wieder mein Interesse für dieses Thema. Ich bin eigentlich mit ihm einig, finde aber, dass er trotzdem daneben liegt. Weshalb? Das erkläre ich im Podcast.

Hübsche Programmiererinnen? Unmöglich!

Isis Wenger machte spontan bei einer Rekrutierungskampagne mit. Sie hätte aber nie damit gerechnet, dass sich das Foto ihres Plakats wie ein Lauffeuer im Internet verbreiten würde. Und viele Kommentare dazu waren schockierend.

Das Problem: Isis Wenger ist Programmiererin und sie ist hübsch. Und für viele Männer passt das offensichtlich nicht zusammen.

Rekrutierungsplakat mit Isis Wenger.

Rekrutierungsplakat mit Isis Wenger.

 

Aber Isis liess sich nicht unterkriegen. Sie schrieb einen sehr persönlichen Artikel auf Medium.com und lancierte die fantastische Kampagne #ILookLikeAnEngineer.