Employer Branding in analog: Schreiben Sie eine Postkarte!

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Sie ist Botschafterin aus einer anderen Zeit. Sie riecht nach Ferien. Ist Überbringerin von Liebesgrüssen. Manchmal auch einfach von einem «Es geht mir gut, die Sonne scheint!» Oder von den gekrakelten Grüssen der Patenkinder. Sie ist die kleine Freude zwischen den Rechnungen im Briefkasten.

Nun droht die Postkarte auszusterben. Schade eigentlich. WhatsApp hat diese Tradition quasi links überholt. Elektronische Nachrichten im Sekundentakt. Portofrei.

Wir wollen die Postkarte wiederbeleben. Im täglichen digitalen Gewitter der Belanglosigkeiten gewinnen analoge Nachrichten wieder an Bedeutung: Hier bemüht sich jemand von Hand zu schreiben. Jemand nimmt sich Zeit für mich.

Digitalisierung sei Dank – heute ist es einfach, selbst Postkarten zu produzieren. Eigene Handybilder dienen als Vorlage. Postkarten gehören zum Standard Repertoire vieler Online-Anbieter für Fotoartikel.

5 Vorschläge, die Postkarte in Ihren Alltag einzubringen

1. Die Postkarte für Recruiter

Schreiben Sie potentiellen Kandidaten eine handgeschriebene Postkarte mit einer Einladung zum Kennenlern-Gespräch. Oder verlangen Sie von Kandidaten, Ihnen nach dem ersten Gespräch eine Postkarte zu schicken. Geben Sie Ihren Kandidaten dazu zum Ende des Interviews eine vorfrankierte und bereits adressierte Postkarte mit. Wir machen das regelmässig. Ich kann Ihnen versprechen, dass Sie Ihre Kandidaten von einer neuen Seite kennenlernen.

2. Die Postkarte mit Feedback

Geben Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen Feedback mit einer handgeschriebenen Postkarte. Vor allem Positives. Das wirkt Wunder. Feedback-Postkarten sind auch unter dem Namen Kudos-Karten bekannt und feiern als Lob-Karten gerade ein grosses Comeback. Stellen Sie einen Postkartenständer im Personalrestaurant auf.

3. Die Postkarte als Kulturträgerin

Setzen Sie ein Statement zur Zusammenarbeit, zu gemeinsamen Zielen. Machen Sie es mit einer Postkarte. Persönlich, ehrlich und von Herzen. Das ist besser als jeder Newsletter.

Wie ein persönlicher Händedruck: Eine handgeschriebene Postkarte vom CEO macht Eindruck – und kostet nichts! Eine handgeschriebene Einladung zum Drink von einem ihrer Firmenbotschafter an einen begehrten Kandidaten – ein Erfolgsrezept.

4. Die Postkarte für Alumni, Beförderungen und Geburtstage

Gratulieren Sie von Hand. Eben richtig aus der Mode gekommen, ist die Glückwunsch-Karte schon wieder ein Hingucker. Ein paar persönliche Worte stellen jedes schnöde Mail in den Schatten. Vergessen Sie die vorgefertigten Gratulationen auf Xing und Linkedin und schreiben Sie etwa IhrenAlumni eine handgeschriebene Karte. Das hinterlässt einen bleibend positiven Eindruck.

5. Die Postkarte für Partner

Bedanken Sie sich bei einem Partner für ein gutes Meeting oder für einen vielversprechenden Projektstart. Am besten mit einer firmeneigenen Postkarte. Machen Sie so einen Unterschied.

Ein analoges Ausrufezeichen

Postkarten sind günstig herzustellen und einfach zu individualisieren. Für die Faulen: Postkarten kann man auch mit zwei Klicks über eine App versenden. Danke Post! Postkarten bleiben einfach hängen. Nicht nur im Kopf – sondern auch an der Wand.

Die Postkarte ist ein Statement der Individualität im Einerlei der digitalisierten Kommunikation. Ein analoges Ausrufezeichen. Günstig, praktisch und ganz persönlich. Und ein starkes Statement für ernsthaftes Employer Branding.

Dieser Blog ist ein kleines Plädoyer für die Nutzung von Postkarten. Die Einsatzmöglichkeiten sind unendlich.

PS: Wir freuen uns auch immer über Leserpost – senden Sie uns eine Postkarte?

2 comments for “Employer Branding in analog: Schreiben Sie eine Postkarte!

  1. 10. Februar 2018 at 22:00

    Guter Hinweis, es gibt so viele Möglichkeiten, wo man eine analoge Postkarte gut einsetzen und damit überraschen kann.
    Sie kostet (fast) nichts, man muss mal wieder ein bisschen analog nachdenken und man kann Freude bereiten. Was will man mehr?
    Tipp von mir: Schreibe deinen direkt Unterstellten eine Postkarte mit einem Lob und lade sie zum Führungsdialog mit je einer Frage an den Anderen ein.

    • 12. Februar 2018 at 15:11

      Danke Erika für Deinen Kommentar! Super Idee – wer hat noch mehr? Die Einsatzmöglichkeiten sind gross. Als grosser Fan aller digitalen Entwicklungen und als jemand, der grundsätzlich ohne Papier unterwegs ist bin ich ein grosser Fan von den kleinen (analogen) Dingen, die den grossen Unterschied machen. Employer Branding beginnt nicht mit einem grossen Budget. Employer Branding beginnt immer mit guten Ideen, die mit den richtigen Botschaften versehen die richtigen Zielgruppen erreichen.

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