Darf man im Stelleninserat einen Mann wünschen?

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Darf man in einer Stellenausschreibung einen Mann oder eine Frau bevorzugen? Was ist mit Gleichstellung und politischer Korrektheit?

In dieser Folge von HR Today Minutes zitiere ich das Gleichstellungsgesetz, sage, was ich von politischer Korrektheit halte, stelle ein paar Theorien auf und widerlege gleich eine davon.

Ich wage auch ein kleines Twitter-Experiment und frage Jörg Buckman, was er von Stockphotos in Stelleninseraten hält.

Buckmann zu Stockphotos - Twitter - HRtoday Minutes

Was hat der Wunschmann mit Stockphotos zu tun? Das und noch viel mehr in dieser Folge von HR Today Minutes.

6 comments for “Darf man im Stelleninserat einen Mann wünschen?

  1. Thomas
    30. Juli 2015 at 14:55

    Es kann durchaus Situationen geben, in denen es sinnvoll sein kann, auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu achten (z.B. im pädagogischen Bereich). Mir ist lieber, es wird bereits im Inserat transparent und sachlich begründet, als dass erst nach Bewerbungseingang heimlich nach Geschlecht selektioniert wird.
    Mit Stockphotos ist es wie mit allem anderen auch, es gibt nicht nur ja oder nein, richtig oder falsch. Gezielt platziert kann es auch sinnvoll sein und eine positive Wirkung haben. Das hier vorgestellte Beispiel ist natürlich ein gutes Beispiel dafür, wie man es eben gerade nicht machen sollte.

    • 31. Juli 2015 at 11:39

      Hallo Thomas

      Interessant, dass du das heimliche Selektionieren erwähnst. Genau daran hatte ich auch gedacht. Also passende Bewerbungen von Männern auf den A-Stapel und solche von Frauen auf den B-Stapel.

      In unserem Beispiel wird zwar nicht sachlich begründet, aber es ist offen und ehrlich.

      viele Grüsse
      Etienne

  2. Leandra
    28. Juli 2015 at 21:26

    Hallo Etienne!
    Danke für den Podcast – spannendes Thema! Bin deiner Meinung, ist rechtlich sicher nicht ganz korrekt und über Politik lässt sich auch streiten. Ich persönlich würde jedoch das Geschlecht oder auch Alter, Muttersprache Schweizer-Deutsch, etc. nie als Selektionskriterium akzeptieren oder in ein Inserat schreiben. Aber mutig war es von dem Unternehmen und ja, Urs, emanzipierte Frauen nehmen das mit einem Lächeln zur Kenntnis :)! Einen schönen Abend! Grüsse, Leandra

    • 31. Juli 2015 at 11:35

      Hallo Leandra

      Schön, dass wir uns da nicht ganz einig sind. Das macht die Diskussion spannend!

      Wie im Podcast gesagt, finde ich es in bestimmten Situation okay, wenn man einen Mann oder eine Frau bevorzugt. Idealerweise natürlich mit Begründung.

      Und das mit der Muttersprache hat mich in letzter Zeit auch etwas beschäftigt. Hatte nicht mal jemand auf Twitter vorgeschlagen, man solle eher „Muttersprachen-Niveau“ benutzen? Es gibt ja Leute, die nicht nur ihre eigene Muttersprache fliessend und verhandlungssicher beherrschen, nicht wahr?

      viele Grüsse
      Etienne

  3. Urs
    28. Juli 2015 at 13:32

    Was Stockphotos betrifft halte ich es mit Jörg Buckmann. Allerdings ist der deutsche Sprachraum in Europa eine Ausnahme. In den meisten anderen Ländern sind die noch ganz im Trend…. ;-)
    Und was Gender betrifft: „C’est le ton que fait la musique“. Authentisch, offen und ehrlich formuliert erträgt das jede emanzipierte Frau und auch jeder Mann.

    • 31. Juli 2015 at 11:28

      Stimmt, der Tonfall macht vieles aus. In unserem Beispiel hiess es ja „wir würden uns freuen…“, was das Ganze sympathisch macht.

      Aber eines muss ich zugeben: auch als emanzipierter Mann wurmt es mich immer noch, wenn sich ein Stelleninserat spezifisch an Frauen richtet, z.B. wenn eine „Personalfachfrau“ gesucht wird. Aber ich arbeite daran ;-)

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