Alle haben Angst vor den Ü50

Die Ü50, das sind die Babyboomer. Sie sind nach dem Zweiten Weltkrieg in grosser Zahl zur Welt gekommen. Sie haben goldene Wirtschaftszeiten erlebt und massgeblich zum Weltwirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte beigetragen. Sie sind sich ein stetiges Wohlstandswachstum gewohnt und möchten das erreichte Niveau nach der Pensionierung aufrechterhalten. Dafür haben sie gespart. Und Vorsorgewerke geschaffen.

Haben 50 Prozent unrecht?

Und wieder einmal feiert ein Schlagwort sein Comeback – die «prekäre Arbeit». Zum Beispiel in der Berichterstattung über die neue OECD-Publikation zur Einkommensungleichheit. Die OECD stellt fest, dass der Anteil von Temporär- und Teilzeitjobs steigt und mittlerweile einen Drittel aller Anstellungsverhältnisse ausmacht. Seit Mitte der 90er Jahre seien die Hälfte der neu geschaffenen Stellen sogenannte Non-Standard-Jobs.

Die Arbeitnehmenden haben das Sagen

Ist das HR im Wandel? Vermutlich. Ganz bestimmt im Wandel ist der Arbeitsmarkt. Die Stimmen mehren sich seit geraumer Zeit, die eine Verschiebung der Angebots-Nachfrage-Balance am Arbeitsmarkt feststellen – hin zu einem Arbeitnehmermarkt. Am Arbeitsmarkt sind die Unternehmen die Nachfrager und die Arbeitnehmenden die Anbieter ihrer Arbeitsleistung. Schon heute – und am Arbeitsmarkt der Zukunft umso mehr – haben die Arbeitnehmenden das Sagen!