Darum sind Personaler ein einziger Frusthaufen

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Praxis-MinutesPersonaler sind ein riesen Frusthaufen. Aber das hat Gründe! Nach 20 Jahren im HR muss ich einfach mal etwas Dampf ablassen.

Was nervt euch an eurem HR-Job? Jetzt ist der Zeitpunkt, sich zu beschweren – ich warte gespannt auf eure Reaktionen!

8 comments for “Darum sind Personaler ein einziger Frusthaufen

  1. Corinne
    8. September 2018 um 20:09

    Hallo Etienne

    Musste schmunzeln, als ich dir zugehört habe. Es liegt eben wirklich viel an der Person, die das HR vertritt. Wenn sie es bis in die GL geschafft hat und trotzdem nichts verändern kann, ist sie vielleicht die falsche Person? Zum Glück gibt es immer noch Firmen, Betonung auf erfolgreiche Firmen – die den Wert von HR schätzen und ihre Entscheidungen in Zusammenarbeit mit HR treffen.

    Aber ja, es gibt leider auch schlechte Firmen und statt in die Opfer-Rolle zu schlüpfen, sollte man sich überlegen, ob man für einen solchen Arbeitgeber wirklich arbeiten möchte. Das (HR-)Leben ist zu spannend und zu kurz, um frustriert am Arbeitsplatz zu sitzen.
    Just think about it…..

    Herzliche Grüsse
    Corinne

  2. Sandra Sarfert
    6. September 2018 um 18:18

    Hallo Etienne,
    vielen Dank für Deine Worte! Nach einem stressigen HR-Tag haben sie mich in der Tat zum Lachen gebracht ;-). In vielen Sachverhalten konnte ich mich wiederfinden. Dennoch finde ich es immer wieder spannend mit einer leuchtenden HR-Fackel über den Firmenflur zu laufen und Werbung für Personalarbeit zu machen! Unbelehrbare sind überall und ich glaube fest daran, jede Firma bekommt die Mitarbeiter, die sie verdient ;-)
    Herzliche Grüße an alle Personaler

  3. Keller Thomas
    6. September 2018 um 15:20

    Lieber Herr Besson
    Ich könnte mir keinen spannenderen Job vorstellen! Ich bin ein begeisterter HR’ler. Das HR hat sich in den letzten Jahren in den Firmen in denen ich gearbeitet habe zum Motor der digitalen Transformation gewandelt. In den letzten 3 Jahren haben wir bei der Mobiliar die digitale Transformation vorangetrieben, wir haben eine inspirierende Arbeitswelt geschaffen, wir haben Okosystem aufgebaut und sehr erfolgreiche Firmen aus der digitalen Welt akquiriert. In jedem dieser Themen war HR (wir nennen uns Human Development, weil wir entwickeln) eine treibende Kraft mit der Linie zusammen. Kein strategisches Thema ohne das es um Organisationsentwicklung, Change, Entwicklung, Sourcing, etc. geht.

    HR braucht visionäre und strategisch denkende Persönlichkeiten, die in interdisziplinären Teams kreative Lösungen entwickeln.

    Ich bin überzeugt und hoffe, dass sich die frustrierten HR Fachpersonen in den nächsten 5 Jahren in Luft auflösen, weil die viel zu komplizierten Prozesse (welche von HR gestaltet wurden) vereinfacht und digitalisiert werden.

    HR wird so wahrgenommen wie es sich präsentiert. Mit solchen Aussagen untermauern sie das bad-image der Vergangenheit. Trübsal bringt uns nicht weiter. Ich finde es viel inspirierender mit kreativen Ideen die Zukunft zu gestalten und damit einen Beitrag an die positive Entwicklung der Firmen zu leisten in denen ich arbeite. Das HR Image wird sich damit automatisch verändern.

    Inspirierende Grüsse
    Thomas Keller

    • Personalerin kurz cof Pension
      7. September 2018 um 18:52

      Gratulation…ich sehe das auch so…

  4. 5. September 2018 um 12:57

    Ciao Etienne

    Wahrscheinlich hast du im Grundsatz recht, weil ein ganz grosser Teil der HR’ler sich in eine Opfer-Rolle versetzt. Ganz ehrlich, nur weil ich vom Unternehmen bezahlt werde heisst das noch lange nicht, dass ich die Entscheidungen einfach ausführe und schon gar nicht, dass ich dem Management gerecht werden muss. Aber wenn man sich als HR’ler selbst so sieht und selbst so positioniert, dann ist man automatisch abhängig und der Frust kann hoch sein – niemand ist gerne eine Marionette, aber wir alle dürfen selbst entscheiden ob wir das sein wollen oder nicht. Ich fahre sehr gut mit einer gesamten Unternehmenssicht und das ist von Fall zu Fall unterschiedlich – manchmal mehr auf Management Seite und manchmal mehr auf Mitarbeiter Seite.

    Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es sehr wohl machbar ist etwas in den Menschen zu verändern. Als ich bei Netstream angefangen habe, war auch eher der Mitarbeiter als lästiger Kostenfaktor in den Büchern und heute sind wir soweit, dass wir den Menschen mit all seinen Talenten, Fähigkeiten und Wünschen ins Zentrum stellen und nicht mal mehr die Zahlen und der Umsatz. Also ein enormer Wandel in 3 Jahren.
    Aber dafür muss man im HR halt einfach tun und nicht darauf warten, bis einem irgendjemand eine Plattform bietet und sich als Opfer von einem System sieht.

    Für den Frust in sich ist jeder selbst verantwortlich und jeder hat die Macht, etwas zu verändern. Davon bin ich überzeugt.

    • 6. September 2018 um 16:53

      Hoi Leandra

      Beim Vorbereiten des Podcasts ist mir immer wieder der Ausdruck „Love it, leave it or change it“ durch den Kopf gegangen. Du lebst das Prinzip „change it“ und kannst auch konkrete Resultate vorweisen.

      Deshalb ganz herzlichen Dank für deinen herausfordernden, gleichzeitig aber auch ermutigenden Kommentar. Und ich bin sehr glücklich darüber, dass wir Leute wie dich im HR haben!

      viele Grüsse
      Etienne

  5. Stadtkind80796
    4. September 2018 um 23:37

    Stimme in vielem zu (nicht in dem Punkt das HR nicht neutral sein kann). HR verkauft sich tatsächlich leider intern oft nicht gut, erstickt im admin-Aufwand der gefühlt eher zu als abnimmt (Stichwort: Datenschutz) und was ich noch ergänzen möchte: Ist bei der Verteilung moderner und komfortabler Software eher hinten angestellt („Word und Excel reichen doch für die paar Verträge“).

    • 6. September 2018 um 16:57

      Hallo Stadtkind

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Über das Thema Neutralität könnte man stunden- wenn nicht sogar nächtelang spannende Diskussionen führen. Und nachdem ich einen ganzen Podcast-lang geklönt habe, wäre wohl die nächste Frage: was können und sollen wir dagegen unternehmen?

      Aber wenigstens müssen wir keine Verträge mit PowerPoint machen ;-)

      viele Grüsse
      Etienne

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