Zwischen Arbeitsmarktintegration und Fachkräftemangel: Temporärarbeit

PersonaldienstleistungDer Arbeitsmarkt ist ein lebhaftes Gefüge: florierende Wirtschaftszweige, die händeringend nach Personal suchen, und andere Zweige, die dem Schrumpfen geweiht sind und Arbeitslose produzieren. Mit Berufsbildern, die entstehen, und Berufsfeldern, die allmählich ausgedient haben. Der Strukturwandel bringt Dynamik in den Arbeitsmarkt, aber auch Friktionen.

Braucht es die Schriftform bei Arbeitsverträgen?

PersonaldienstleistungHaben Sie gewusst, dass man Arbeitsverträge auch mündlich schliessen kann? Das Gesetz stellt keine Formvorschrift an Arbeitsverträge. Dennoch schliesst man den Arbeitsvertrag traditionellerweise schriftlich ab. Immerhin geht es für beide Vertragsparteien um einen fundamentalen Deal: Für den Arbeitnehmer geht es um seine Existenz, für den Arbeitgeber um seine Funktionsfähigkeit.

Was genau ist eigentlich Personaldienstleistung?

Der Mensch ist die wichtigste Ressource für die Wirtschaft. Daran – diese Prognose wage ich – wird auch die fortschreitende Digitalisierung und Roboterisierung nichts ändern. Der Mensch verfügt über einzigartige Fähigkeiten, die er gewinnbringend in Produktionsprozesse einbringen kann. Damit schafft er Mehrwert.

Deshalb ist das Management der Ressource Mensch, das HR-Management, eine für Unternehmen zentrale Disziplin. Dazu gehört, dass sich die HR-Profis bei der Bewältigung ihrer wichtigen Aufgaben auch extern durch Personaldienstleister unterstützen lassen. Doch was genau steckt hinter dem Begriff Personaldienstleistung?

Personaldienstleister: Leidtragende und Wegbereiter zugleich beim «Inländervorrang light»

So, jetzt haben wir’s fast geschafft. Die Masseneinwanderungsinitiative ist ins Gesetz gegossen und die Verordnung wurde in die Vernehmlassung geschickt. Per 1. Januar 2018 soll das Ganze in Kraft treten.

Das Parlament hat sich mit dem «Inländervorrang light» für eine Variante entschieden, die die Personenfreizügigkeit und damit die bilateralen Verträge bewahrt. Und es hat sich bemüht, die Eingriffe in die unternehmerischen Abläufe gering zu halten. Letzteres ist ihm teilweise gelungen.

Temporärfirmen, die fairen Ubers

Wenn eine Mitarbeiterin in der Firma X arbeitet, ihren Arbeitsvertrag aber mit dem Stellenvermittler Y abgeschlossen hat und von ihm den Lohn erhält, dann ist das Temporärarbeit.

Eine solche Dreiecks-Konstellation kann aus verschiedenen Gründen Sinn ergeben: Die Firma X möchte sich auf ihr Kernbusiness fokussieren und lagert deshalb HR-Aufgaben aus. Oder: Die Firma X hat dringenden Bedarf nach einer Fachkraft und kann diese selber nicht so rasch finden. Auch möglich: Die Firma X sucht nach flexiblen Arbeitsmodellen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu halten.