Karriere für Alte?

Armin Ziesemer KarriereJüngere wie ältere Arbeitnehmende werden oft vorschnell verurteilt. Inzwischen hat sich insbesondere die Integration von älteren Arbeitnehmenden in den Arbeitsmarkt verbessert. Dennoch bleiben ihnen im Fachkräftemangel nach wie vor sinnstiftende Karrierewege verschlossen. Ein Anstoss zum fortschreitenden Kulturwandel.

Die Härte der Präsenz

Karriere braucht Präsenz. Ein starkes Selbstbewusstsein, überzeugende Kommunikation, Netzwerkfähigkeit und Durchsetzungskraft sind für den beruflichen Erfolg wesentlich. Oft werden diese Kompetenzen bis zur überdrehten Selbstoptimierung entwickelt. Infolgedessen entfremden sich Menschen vom eigenen Berufsstand – und von sich selbst. Und dann folgt bestenfalls eine phantasievolle Wende.

Karriere? Kannste knicken!

Die klassische Karriereleiter ist Geschichte. Und damit sind Arbeitgebende wie Arbeitnehmende überfordert. Nach wie vor gehören lückenlose Lebensläufe, die bis ins Pensionsalter Stufe um Stufe branchenkonform ansteigen, zur bevorzugten Erstlesung im Recruiting. Damit verbunden zeigt sich, dass konventionelle Karriereanreize Arbeitsbeziehungen schwächen und für performante Organisationen nicht zweckdienlich sind, wenn sie starr eingesetzt werden.