«Mehr work, weniger woke», weniger «New-Work-Theater» – die Diskussion über die Zukunft der Arbeit dreht gerade wieder. Ein Fehler. Aber: Vielleicht müssen wir unser Verständnis von Leistungs- und Wohlfühlkultur überdenken.
Selten hat sich so viel bewegt in unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Die Einladung zum Mitgestalten war noch nie so deutlich ausgesprochen. Doch wir haben keine Zeit und fühlen uns erschlagen statt ermächtigt. Nachfolgend einige Gedanken dazu, was die Führung zu mehr Leichtigkeit bei der Arbeit beitragen kann.
Sie gibt uns Struktur, Sinn und manchmal Erschöpfung: In einem persönlichen Brief wendet sich Bloggerin Barbara Josef an die Arbeit – über Wandel, Wertschätzung und die Frage, wie wir in Zukunft zusammenarbeiten wollen. Eine Hommage.
In der Pandemie mussten wir unsere Büros verlassen, weil es nicht anders ging. Vier Jahre später haben einige den Weg zurück nicht mehr gefunden. Dass sich in gewissen Kreisen Resignation breit macht, ist verständlich. Der Bürozwang respektive ein Homeoffice-Verbot führt jedoch nur zu Verlierern. Kritische Gedanken zur Rückkehr ins Büro per Zwang von unserer Bloggerin Barbara Josef.
Unsere Bloggerin lässt sich auf ein Schreibexperiment ein. Sie geht der Frage nach, wie wir mit der aktuellen Unsicherheit in der Arbeitswelt umgehen sollen und macht den Lesenden Mut, weniger nach Perfektion zu streben – sondern die Zukunft aktiv zu erproben.
Wenn ein Wunsch für die Zukunft in Erfüllung gegangen ist, wird es Zeit, weiterzudenken und Raum für Neues zu schaffen. Mit den nachfolgenden Gedanken möchte ich dazu anregen, dass wir den Megatrend «New Work» würdevoll verabschieden – und uns dann wieder unaufgeregt an die normale Arbeit machen.
Vor 40 Jahren prägte der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann den Begriff «New Work» und plädierte für eine Arbeitswelt, die den Menschen und seine Bedürfnisse ins Zentrum stellt. Während diese mutige Vision damals dringend notwendig war, steht ihre einseitige Auslegung heute vielen Transformationen im Weg.
Seit Monaten dominiert das Thema Fachkräftemangel die öffentliche Debatte. Dass wir uns Gedanken machen, wie wir Arbeitskräfte gewinnen und vor allem halten können, ist eine gesunde Entwicklung. New Work jedoch auf Employer Branding und Employee Experience Management zu reduzieren, ist der falsche Weg.
Der Begriff «New Work» steht für den Wandel der Arbeitswelt und deren bewusster Gestaltung, mit dem Ziel, Mehrwerte für alle Beteiligten zu erzielen. Letzteres ist uns noch nicht gelungen – wir haben sehr viel für sehr wenige gemacht.