Wie Sie vielleicht wissen, widme ich mich hauptberuflich dem Thema «Besetzung von Lehrstellen». Die von mir im Jahr 2008 gegründete Plattform Yousty.ch betreut 600 Firmen und wir haben seit der Gründung mit über 7000 Unternehmen gesprochen. Vor allem mit Personalleitern, HR-Managern oder Lehrlingsverantwortlichen.
Hier meine Erkenntnisse, auf welche ich anschliessend eingehe:

«Wieso tut sich nicht mehr im Bereich Employee Engagement in der Schweiz? Braucht es vielleicht eine neue Generation, um das Thema in den Unternehmen voranzutreiben?» Diese Frage wurde mir letzte Woche an der Podiumsdiskussion «HR im Rollenwandel» an der Fachmesse Personal Swiss gestellt.
Kein Bereich hat sich in den letzten Jahren so intensiv mit Menschen beschäftigt wie das Marketing. Was beschäftigt meine Kunden? Wie hole ich sie ab? Wie kann ich sie begeistern? Wie werden sie zu meinen Botschaftern? Wie kann ich Kunden besser an mein Unternehmen binden? Marketing sammelt Daten, testet Kommunikationskampagnen, führt Fokusgruppen-Gespräche und macht sich Social Media zum Zauberstab. Klar, auch Marketing leidet unter Budgetschwund.
Ist das HR im Wandel? Vermutlich. Ganz bestimmt im Wandel ist der Arbeitsmarkt. Die Stimmen mehren sich seit geraumer Zeit, die eine Verschiebung der Angebots-Nachfrage-Balance am Arbeitsmarkt feststellen – hin zu einem Arbeitnehmermarkt. Am Arbeitsmarkt sind die Unternehmen die Nachfrager und die Arbeitnehmenden die Anbieter ihrer Arbeitsleistung. Schon heute – und am Arbeitsmarkt der Zukunft umso mehr – haben die Arbeitnehmenden das Sagen!
Die Digitalisierung ist der Megatrend, der nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Arbeit und damit das HRM in den nächsten Jahren am stärksten verändern wird. Sieben Veränderungen sind für die Zukunft des HRM besonders relevant:
In vielen Unternehmen gehören heute Reorganisationen, Restrukturierungen oder Change Management-Prozesse zum Alltag. Das fördert psychosoziale Gefährdungsfaktoren wie die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust, permanenter Leistungsdruck, unzureichende Entscheidungsspielräume, geringe Wertschätzung und einen fehlenden Teamzusammenhalt. Daraus resultierende «Burnouts» schaden nicht nur den betroffenen Individuen, sondern auch den betroffenen Unternehmen – und damit der gesamten Gesellschaft.