Was genau ist eigentlich Personaldienstleistung?

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Der Mensch ist die wichtigste Ressource für die Wirtschaft. Daran – diese Prognose wage ich – wird auch die fortschreitende Digitalisierung und Roboterisierung nichts ändern. Der Mensch verfügt über einzigartige Fähigkeiten, die er gewinnbringend in Produktionsprozesse einbringen kann. Damit schafft er Mehrwert.

Deshalb ist das Management der Ressource Mensch, das HR-Management, eine für Unternehmen zentrale Disziplin. Dazu gehört, dass sich die HR-Profis bei der Bewältigung ihrer wichtigen Aufgaben auch extern durch Personaldienstleister unterstützen lassen. Doch was genau steckt hinter dem Begriff Personaldienstleistung?

Die Evolution

Im Zentrum der Personaldienstleistungs-Palette steht die Beschaffung des passgenauen Personals (Staffing). Ob dieses Personal dann direkt beim Unternehmen oder über den Personaldienstleister, befristet oder unbefristet, im Teilzeit- oder Vollzeitpensum, für lange oder kurze Dauer eingesetzt ist, ergibt sich aus der individuellen Situation.

Internationaler Wettbewerbsdruck und die Alterung der Gesellschaft stellen das HR-Management vor Herausforderungen. In dieser Situation haben sich rund um die Staffing-Dienstleistung dank neuen technologischen Möglichkeiten ergänzende Personaldienstleistungen entwickelt, um das HR-Management optimal zu unterstützen.

Die Personaldienstleistungs-Palette

  • Process Outsourcing: Outsourcing einer HR-Funktion bis hin zu einer gesamten HR-Abteilung an den Personaldienstleister. Der Personaldienstleister erbringt die ausgelagerten Aufgaben entweder direkt beim Kunden oder in seinen eigenen Räumlichkeiten.
  • Payrolling/Compliance: Outsourcing der Lohnadministration sowie der Compliance-Verantwortung zur Einhaltung aller relevanten rechtlichen Bestimmungen an den Personaldienstleister.
  • Contracting/Consulting: Der Personaldienstleister übernimmt nicht nur die Verantwortung für das richtig ausgewählte Personal, sondern auch für die von diesem Personal geleistete Arbeit. Die Grenze zum Auftragsverhältnis ist hier fliessend.
  • Talent Acquisition Technology: Technologiebasierter Ansatz der Talentgewinnung, beginnend beim Employer Branding, Talentpool-Aufbau, über die Rekrutierung bis hin zur Anstellung. Konkrete Formen dieser Dienstleistung sind Job-Plattformen, Bewerbermanagement-Systeme, Vendor-Management-Systeme fürs Management des externen Personals sowie die neu aufkommenden Human-Cloud-Lösungen.
  • Other Workforce Solutions: Ergänzende HR-Dienstleistungen wie beispielsweise Versicherung, Mitarbeiterentwicklung, Outplacement, Relocation und mehr.

Massgeschneiderte Lösungen

Personaldienstleister bieten damit ein breites Kontinuum an Services, die sich individuell auf den Kunden zuschneiden lassen. Dem HR-Profi gibt das die Möglichkeit, punktuell bis hin zu ganz breit professionelle HR-Services beim Personaldienstleister zu beziehen, um sein Unternehmen in einfachen Prozessen, zur richtigen Zeit mit den geeignetsten Kandidaten zu besetzen.

Denn darum geht es im Endeffekt: Dass der richtige Match gefunden wird, bei dem Kompetenzen, Aufgaben, Verantwortung, Erwartungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Zeit zusammenpassen.

2 comments for “Was genau ist eigentlich Personaldienstleistung?

  1. 15. Dezember 2017 at 9:30

    Endlich mal jemand der sich getraut auszusprechen was viele denken! :-)

    Ich bin absolut Ihrer Meinung – der Trend geht zwar sehr in die Richtung Digitalisierung, Automatisierung und Roboterisierung. Aber alle diese Möglichkeiten/Themen/Technologien werden den Mensch bzw. den Personaldienstleister nie ersetzen können.

    Wir werden in Zukunft lernen noch mehr mit diesen Tools/Services umzugehen und diese gezielt und effizient für uns zu nutzen/einzusetzen.

    Eine(r) gute(r) Personaldienstleister/-in mit jahrelangen Erfahrungen und vielen Kontakten wird auch in Zukunft eine gefragte Person sein und einen Mehrwert erbringen können.

  2. 15. Dezember 2017 at 7:55

    HR ist viel mehr als die monatliche Abrechnung und ein wesentlicher Erfolgsfaktor eines Unternehmens. Ohne Mitarbeiter kein Umsatz. Erschent sehr logisch. Warum die Disziplin noch immer in Unternehmen strategisch unberücksichtigt bleibt, ist fraglich. Warum die Budgets für HR neben den Personalkosten immer noch minimal sind ebenso.

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