Soll die Empfangsdame mit rekrutieren?

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Früher waren Vorstellungsgespräche Chefsache. Heute werden immer mehr Leute aus dem Team und aus anderen Abteilungen einbezogen.

Ich überlege mir in diesem Podcast, wie ich frühere Vorstellungsgespräche als Kandidat erlebte und bin auch auf eure Meinung zu diesem Thema gespannt.

4 comments for “Soll die Empfangsdame mit rekrutieren?

  1. 1. Mai 2016 um 15:55

    Ein interessanter Aspekt des Teameinbezugs ist auch, dass die Teammitglieder immer ihre eigene Story der Firma erzählen. So bekommt man als teilnehmender Kollege (HR, andere) ein Panoptikum an Meinungen zur eigenen Firma, quasi als Nebeneffekt des eigentlichen Rekrutierungsgesprächs – manchmal Zwischentöne, manchmal offener Widerspruch zu Aussagen zur herrschenden Firmenkultur u.a.m..
    Was organisatorisch sichergestellt sein muss, ist, dass es genügend Termine gibt, an denen die Belegschaft / die Teammitglieder teilnehmen können, und dass der Kandidat/ die Kandidatin pro Gespräch nicht mehr als fünf Mitarbeitenden gegenüber sitzt.

    • 10. Mai 2016 um 16:34

      Lieber Roman

      Danke für deinen Input. Ich finde es auch extrem spannend, wenn Mitarbeiter die Dinge aus ihrer persönlichen Sicht beschreiben. Und das inklusive möglicher Zwischentöne und Widersprüche.

      Einige Führungspersonen (und auch Personaler) mögen bei diesem Gedanken wohl etwas nervös werden. Aber ich denke, dass es schlussendlich der einzig richtige Weg ist. Denn „the good, the bad and the ugly“ kommt früher oder später immer zum Vorschein. Deshalb lieber vor der Einstellung als danach.

      viele Grüsse
      Etienne

  2. 28. April 2016 um 16:26

    Der Einbezug des Teams hat den Vorteil, dass sich dieses zu jedem Kandidaten äussern kann und dieser eher als Teammitglied akzeptiert wird. Darüber hinaus ist der Einbezug des Teams auch ein motivierender Faktor, auf die Selektion des künftigen Kollegen bzw. Der Kollegin Einfluss nehmen und die „Team-Kompatibilität“ prüfen zu können. Ein gegenseitiger Fragebogen relevanter Fragen oder die Moderation eines HR-Businesspartners kann verhindern, dass Gespräche in „Plauderstündchen“ ausarten.

    Google praktiziert den Teameinbezug übrigens schon seit längerem recht erfolgreich. Die Akzeptanz und Integration neuer Mitarbeiter werde gemäss deren Erfahrungen wesentlich verbessert. Grosser Wert wird darüber hinaus auch auf die Kompatibilität mit der Unternehmenskultur und das Motivationspotenzial gelegt, was ich ebenfalls als sehr wichtig erachte.

    • 29. April 2016 um 15:02

      Lieber Marco

      Dein Vorschlag mit dem Fragebogen oder der Gesprächsmoderation gefällt mir sehr gut. Das muss ich mir merken!

      Danke für deinen Beitrag und viele Grüsse
      Etienne

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