Querdenkende Musterbrecher – die Offline-Diskussion

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HR-StrategieAufgrund des grossen Interesses am Beitrag von Matthias Mölleney über Fortschritte im HR haben wir die Diskussion am 3. Oktober 2018 mit zehn Querdenkern offline weitergeführt. Eine kurze Zusammenfassung des Abends. 

Zehn Querdenker aus der HR-Szene treffen sich Anfang Oktober 2018, um über Veränderungen im HR zu diskutieren. Grundlage für das Treffen ist ein Blogbeitrag von Matthias Mölleney, der auf riesige Resonanz stiess.

Matthias Mölleney erläutert seinen Hintergrund und über seine Motivation für dieses Treffen.

Die weitere Diskussion findet im Beyond-Leadership-Format statt. Diese Methode soll die Gruppe in einen vertrauensbasierten Kreativitätsmodus bringen.

Wir arbeiten in wechselnden Zweiergruppen. Jede «Runde» basiert auf einer Fragestellung. Dabei beantwortet zuerst die eine Person zwei Minuten lang die Frage. Danach gibt ihr die andere Person eine Minute lang wertschätzendes, positives Feedback. Anschliessend werden die Rollen getauscht. Jeder Runde folgt eine Reflexion in der gesamten Gruppe.

Frage: «Wer bin ich und warum bin ich hier?»

… mit dem Hinweis, dass es nicht um die Frage «Was bin ich?» geht, sondern um «Wer bin ich?» – denn da sind Grundüberzeugungen, Werte, Lebensziele etc. gemeint und keine Schilderung der Karriere oder von beruflichen Erfolgen.

Erkenntnisse aus der Reflexion:

  • Es ist gar nicht so einfach, diese Frage zu beantworten.
  • Begegnung auf Augenhöhe wird möglich.
  • Man lernt sich so gegenseitig schnell gut kennen.
  • Wir kennen die Leute in unserem Umfeld nicht so gut, wie wir glauben.
  • Schafft rasch ein Gefühl des Verstehens und der Zusammengehörigkeit.

Frage: «Was verbindet uns als Gruppe?»

Erkenntnisse aus der Reflexion:

  • Neugier, Offenheit, Mut
  • Unbehagen und Unzufriedenheit mit Status Quo
  • Aufbruchstimmung
  • Motivation
  • Auf Neues einlassen, ohne zu wissen, wo der Weg genau hinführt

Frage: «Welche Impulse können wir als Gruppe von hier aus in die HR-Community geben?»

Ideen aus der Reflexion:

  • Andere einbeziehen
  • Vision erarbeiten: Wie sieht das «Auto» aus, das wir erfinden wollen?
  • Zuerst die eigenen Muster brechen, dann im eigenen Unternehmen, dann alle anderen.
  • Loslassen.
  • Irgendwo anfangen. Henry Ford wusste auch nicht, wie das Auto aussehen wird.

Frage: «Wie könnte es jetzt weitergehen?»

Die Fragestellung zielt bewusst darauf ab, was jede einzelne Person in nächster Zeit tun möchte – und nicht auf einen «Schlachtplan» als Gruppe. Wir möchten im Kleinen mit den Veränderungen beginnen, sind aber auch offen dafür, uns als Gruppe wieder zu treffen und auszutauschen.

Ideen aus der Reflexion:

  • Leute interviewen, die keine Ahnung von HR haben – und ihnen Fragen zu HR stellen.
  • Einen Polizisten anhalten und ihn fragen, was HR besser machen kann.
  • HR-kritische Menschen fragen, was HR anders machen soll.
  • Beim Querdenken im eigenen Wirkungsfeld beginnen.
  • Offen sein für neue und neuartige Impulse, Ideen.
  • Aktiv Kontakt suchen zu Personen, die bisher noch nichts mit HR zu tun hatten und unbelastet sind.
  • Erkenntnisse der HR Community als Denkanstösse zur Verfügung stellen.

Nach diesem Brainstorming-Teil folgt eine Feedback-Runde und ein sogenannter «Check-out» – der Apéro.

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